Samstag, 29. Dezember 2007

Reisebericht Tag 1 und 2

so, dann wolln wir mal hier die zusammenfassung unseres trips starten... ich hoffe mal, das artet jetzt nicht aus und ihr habt irgendwie noch spaß beim lesen;-) alle fotos zu den ersten beiden tagen gibts HIER.

1.etappe granada - marbella

 los gings am flughafen in granada, wo wir unser auto abgeholt haben (eine rakete namens "matiz", chevrolet). auf grund der schlechten wetterprognose haben wir uns die route an der küste gespart und sind die kürzere strecke übers land gefahren. es gab einen zwischenstopp in antequera, eigentlich ein ziemliches kaff, aber dank zahlreichen kirchen (wahrscheinlich die höchste kirchendichte pro einwohner in spanien) und uralter höhlengräber (haben wir uns mal erspart...) hats die stadt doch recht ausführlich in den reiseführer geschafft. naja, es ging auf jeden fall recht schnell weiter... eigentlich hätte man auch einen abstecher in einen nationalpark am wegesrand machen können, aber das wetter war ja nich soo prall. also gings weiter durch das tal des rio guadalhorce strack richtung süden und somit auch marbella. die straße war recht abenteuerlich... ohne wirklich höhe zu gewinnen oder zu verlieren verlief die straßen im ständigen auf und ab und natürlich in serpentinen. die doro konnte sich vor freude über diesen umstand kaum zurückhalten, ihre freude lauthals in den straßengraben zu manifestieren... zum glück konnte sie aber alles in sich behalten... naja, das wetter wurde immer schlechter und dank einiger schrecksekunden (ich hab zweimal kupplung und bremse verwechselt, das auto war echt klein ;-) folge war ne unerwartete vollbremsung, zum glück bergauf...) waren wir dann auch recht froh endlich in marbella angekommen zu sein. nachdem wir bestimmt ne 3/4 h unsere pension gesucht haben und im altstadtgewirr auch unser auto geparkt haben, haben wir erstmal unser zimmer bezogen... zur pension lässt sich eigentlich nur sagen, dass das zimmer klein, kalt und feucht war (immerhin auch billig). flure und treppen waren im "verandastil" angelegt, dass heisst komplett offen, ausser einem winzigen dach...  
der regen wollte auf jeden fall nicht aufhören (für die nächsten 2 tage tat er es auch nicht). wir haben dann noch ein wenig die stadt erkundet. alles recht unspektakulär... immer wieder viel einem auf, dass marbella und auch allgemein die costa del sol zum reichenmekka verkommen ist. überall gabs designerboutiquen und überall plakate von "real estate"- und immobilienmaklern. doro gings dann auf einmal ziemlich schlecht, starke kopfschmerzen, usw. so dass, wir uns schnell noch was zu essen besorgt haben und uns dann unter jeweils 4-5 decken in unser bett eingemummelt haben. es gab keine heizung...


2.etappe marbella - ronda - marbella

 am 2. tag gings dann nach ronda. die recht alte stadt ist sowas wie ein touristenmagnet, was an ihrer spektakulären lage liegt. von der küste fährt man ca. 50 km ins landesinnere durch das küstengebirge über kurvige, spektakuläre straßen. normalerweise soll man auf dem weg tolle ausblicke genießen können - wir nicht, der regen wusste dies zu verhindern. die stadt war aber dann auf jeden fall ne reise wert. das wetter war auch recht gnädig mit uns, erst auf der rückfahrt hats richtig angefangen zu regnen. die stadt wird von einer eindrucksvollen, etwa 100 m tiefen schlucht in altstadt, noch mit maurischen einflüssen, und den neueren stadtteil "el mercadillo" getrennt. sie werden von mehreren brücken verbunden. die "puente nuevo" ist die spektakulärste brücke, wie man hoffentlich auf unseren bildern erkennen kann. wir haben uns dann in der stadt ein wenig umgesehen und sind auch in die schlucht hinabgestiefelt, um die bilder von der brücke zu schiessen.  neben der brücke und der altstadt, ist die hauptattraktion auch die stierkampfarena von ronda. der stierkampf wie er heute noch ausgeführt wird, wurde hier im 18. und 19. jahrhundert von den mitgliedern der familie romero geprägt. davor wurde teilweise noch zu pferd oder in anderen wilden spielarten gekämpft, durch die regeln der romeros sollte verhindert werden, dass der stier unnötig leiden muss und das ganze nach klaren regeln abläuft. wir haben dann auch die plaza de toros (stierkampfarena), die eine der ältesten spaniens ist und das dazugehörige stierkampfmuseum besucht... der rückweg war dann - wie gesagt - ziemlich verregnet. auf der abfahrt wären uns dann auch mehrfach fast ziegen oder vl. warens auch gemsen vors auto gelaufen, die lustigerweise ausgerechnet beim regen sich dazu entschlossen hatten auf oder neben der straße her zu laufen.
Bevor wir uns dann im hotel ausgeruht haben, haben wir erstmal noch "frankfurter würstchen" - in spanien heisst das ganze dann wieder ins deutsche übersetzt "würstchen frankfurt" - im lidl als abendbrot gekauft. auf grund des anhaltenden dauerregens haben wir uns dann nicht mehr aus unserer bettenburg rausbewegt und den abend im angenehm warmen bett verbracht...

die nächsten etappen gibts dann morgen oder so...

mfg julian

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