Montag, 31. Dezember 2007

Tag 3 und 4

…leider hörten die Regenfälle nicht auf…ne warme dusche konnte einen auch nicht aufheitern, da kein warmes Wasser vorhanden war…So machten wir uns schnell zu unserem Autochen auf, frühstückten dort in aller Schnelle (panettone as usual) und los gings Richtung Gibraltar.Vorher hatten wir noch einen kurzen Abstecher in den viel gerühmten Sporthafen von Marbella geplant, indem einiges an übertrieben protzigen und luxuriösen superjachten der Superreichen versammelt sein soll. Wegen der sinnflutartigen Regenfälle verfuhren wir uns natürlich erstmal. also beschlossen wir den Hafen doch nicht zu besuchen und irgendwann landeten wir doch auf der richtigen Straße und fuhren nach La Linea de la Concepcion, die spanische Grenzstadt vor Gibraltar.

Dort angekommen ließ der Regen nach, Wir schlenderten über die Grenze und danach über die Flugbahn, um dann die Stadt anzuschauen. Unser Hauptziel war natürlich „The Rock“, der großen Felsen von Gibraltar. Wir entschieden uns mit dem (sehr teuren) Cablecar (Seilbahn) hochzugondeln (leider konnte ich kaum runterschauen, da ich so Höhenangst habe) und kamen dort dann auch im dichten Nebel an…Leider war es deswegen nichts mit der Aussicht nach Afrika, man konnte kaum 5 Meter weit schauen… Wir erkundeten dann einfach dann Felsen zu Fuß. Schon in der Gondelstation sah man die ersten Äffchen. Diese werden von Taxifahrern (die Touris zu einem Festpreis hochkutschieren, wir dachten: Abzocke…im Endeffekt ist es aber die Beste und Billigste Methode viel zu sehen) angefüttert, so dass sie wohl ohne Probleme überleben können. Da wir von unserem Gondelfahrer - der übrigens über sich selbst gesagt hatte, er sähe aus wie ein Affe (da hatte er recht!) - vor den Affen gewarnt wurden, begegneten wir ihnen aber doch eher mit Respekt.

Leider hätte die Höhle, die auf dem weg nach unten lag, einiges gekostet und hatte auch nicht allzuviel zu bieten und so entschieden wir uns, von der Mittelstation wieder nach unten zu fahren. Wir machten noch ein paar Affenbilder und Julian wurde von einem kleinen Babyaffen angesprungen und er bekam mal so richtig schön die Ohren lang gezogen… Ob zurecht, darüber lässt sich bestimmt diskutieren… Jedenfalls schüttetelte er das Tierchen lieber wieder ab und nachdem die Mutter ein fieses Geräusch von sich gab, suchten wir lieber mal das Weite. Die Sicht war mittlerweile etwas aufgeklärt, aber wir entschieden uns dafür erstmal zum Auto zurückzukehren. Wir hatten schließlich gar kein Pfund gewechselt und ohne Geld, konnte auch nicht einkehren. Leider fing der Regen in der Zwischenzeit wieder an sein Unwesen zu treiben und wir brauchten länger zum Auto als gedacht. Dort kamen wir dann aber nach diversen Unterstell-Stops an Bushalten, Tankstellen, etc. trotzdem klitschnass an. Wir wussten nicht so recht, wohin mit uns. Wir fuhren dann raus aus Línea und auf der Suche nach einer Tankstelle verirrten wir uns in einem unüberschaubaren Industriestädtchen…aber schließlich fanden wir sowohl das flüssige Gold, als auch die richtige Straße nach Tarifa.

Die Fahrt dort hin (vor allem die letzten Kilometer) waren sehr beeindruckend: durch grünbewachsene Hügellandschaften, die eher an Großbritannien erinnerten, baute sich das blaue Meer auf…Der Regen hörte (fast schon zu unserer Verwunderung) auf und wir erhielten gegen Abend Einzug in Tarifa. Unser Hostel bestand aus 2 Häusern und dank meiner Sehnsucht nach einer warmen Dusche buchten wir von einem Schlafsaal auf ein gemütliches Doppelzimmer um. Dort genossen wir die Heizung und das warme Wasser. Wir machten schließlich noch einen langen Spaziergang ans Meer und beobachten die letzten Sonnenstrahlen, wie sie im Meer versanken…so stelle ich mir Weihnachten vor!!

Nach einer Spaghetti-mit-Tomatensoße-Session in der Hostelküche murmelten wir uns ins Bett ein und gammelten so vor uns hin. die restlichen Bilder gibts hier.


Tag 4

Begeistert, dass es nicht regnete, machten wir uns an Heiligabend auf…Wir wollten bevor wir weiterfuhren noch Tarifa anschauen. Wir gönnten uns ein Frühstück in einer kleinen Bar (so richtig mit allen drum und dran…ganz untypisch spanisch eben!) und schauten uns dann die kleine Stadt (17000 Einwohner) an. Zum Schluss gings zum Highlight Tarifas, den südlichsten Punkt Spaniens. Da dieser leider vom Militär besetzt ist, kann man nur ein bisschen im Sand rumstapfen…Trotzdem ist es beeindrucken wenn sich auf einer Seite das Mittelmeer und auf der anderen Seite der Atlantik aufbaut! Und endlich: Wir konnten bis nach Marokko schauen (sind ja auch nur 14 km)! Leider konnten wir keine Wind- oder Kite-Surfer beobachten, die so typisch für die Wellen von Tarifa sind…aber trotzdem gefiel uns das Städtchen und der Strand sehr gut!

Unsere nächste Übernachtungsstätte sollte in Conil-de-la-Frontera sein…Auf dem Weg dahin schlug unser Reiseführer einige kleine nette Städtchen vor…Zahara de los Atunes, Barbate, Los Caños de Meca…im letztgenannten Kaff (300 Einwohner) verweilten wir länger, um das Kap Trafalgar zu besuchen. Dort wurde die spanische Seeflotte 1805 von der britischen Kriegsflotte vernichtet. Heute erinnert daran eine Gedenktafel auf einem steilen Felsen mit Leuchturm. Die Brandung war dank der steilen Wände unbeschreiblich und faszinierend…Besonders machte es Spaß den vielen Bodysurfen zuzuschauen…und dann einen Schneeweihnachtsmann zu bauen….schließlich war Heiligabend!

Dann steuerten wir Conil de la Frontera an um unser Zimmer zu beziehen…Unser Hotel sah aus wie ein kleines amerikanisches Schlösschen und lud wirklich zum Verweilen ein. Wir fuhren aber erstmal weiter nach Cádiz um dort unseren Heiligabend zu verbringen. Die Einfahrt nach Cádiz ist wirklich nicht die schönste….viele Hochhäuser säumen den Weg. Da Cádiz auf einer schmalen Landzunge liegt, ist das auch kein Wunder. Cádiz ist sogar die dicht besiedelste Stadt Spanien und hat 132000 Einwohner. Wir machten einen kleinen Rundgang am Meer entlang und bewunderten vor allem die gelbe Kathedrale, die ein Mix aus verschiedenen Stilen ist und irgendwie kurios aussieht…Was gibt es sonst zu Cádiz zu sagen? Der Sonnenuntergang am Meer war beeindruckend, an einer Mauer zum Meer hin liefen hunderte Kätzchen rum, viele Menschen waren unterwegs und so richtig war an Weihnachtsstimmung nicht zu denken. Schon gar nicht, weil vor der Kathedrale ein riesen Vergnügungsgelände mit Hüpfburg und Co.und dröhnender Kindermusik aufgebaut war. Blöderweise bekam Julian dann Hunger und ich musste dringend für große Erasmus-Studentinnen, so dass wir etwas genervt herumliefen…Leider fanden wir in den kleinen Innenstadt-Gäßchen kein einziges offenes Restaurant und beschlossen so, wieder nach Conil zu fahren. Cádiz finde ich persönlich für einen Tagesausflug ganz nett, aber viel mehr als die Lage und die Kathedrale reisst mich nicht vom Hocker.

In Conil waren leider auch die Restaurants geschlossen (Montags haben viele Sachen hier zu, und dann war ja auch noch Heiligabend), so dass wir unsere Reste (Panettone, Schokocroissant und Chips) nahmen um am Strand zu speisen. Auch nicht schlecht…….zumindest mal was anderes!

Ein bisschen Weihnachtsstimmung kam dann doch noch bei den Telefonaten mit unseren Familien und bei unserer kleinen Bescherung auf. Mit vielen neuen Eindrücken konnten wir in unserem Luxuszimmer dann schlafen gehen…

Die Bilder vom 4. Tag gibts hier

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Samstag, 29. Dezember 2007

Reisebericht Tag 1 und 2

so, dann wolln wir mal hier die zusammenfassung unseres trips starten... ich hoffe mal, das artet jetzt nicht aus und ihr habt irgendwie noch spaß beim lesen;-) alle fotos zu den ersten beiden tagen gibts HIER.

1.etappe granada - marbella

 los gings am flughafen in granada, wo wir unser auto abgeholt haben (eine rakete namens "matiz", chevrolet). auf grund der schlechten wetterprognose haben wir uns die route an der küste gespart und sind die kürzere strecke übers land gefahren. es gab einen zwischenstopp in antequera, eigentlich ein ziemliches kaff, aber dank zahlreichen kirchen (wahrscheinlich die höchste kirchendichte pro einwohner in spanien) und uralter höhlengräber (haben wir uns mal erspart...) hats die stadt doch recht ausführlich in den reiseführer geschafft. naja, es ging auf jeden fall recht schnell weiter... eigentlich hätte man auch einen abstecher in einen nationalpark am wegesrand machen können, aber das wetter war ja nich soo prall. also gings weiter durch das tal des rio guadalhorce strack richtung süden und somit auch marbella. die straße war recht abenteuerlich... ohne wirklich höhe zu gewinnen oder zu verlieren verlief die straßen im ständigen auf und ab und natürlich in serpentinen. die doro konnte sich vor freude über diesen umstand kaum zurückhalten, ihre freude lauthals in den straßengraben zu manifestieren... zum glück konnte sie aber alles in sich behalten... naja, das wetter wurde immer schlechter und dank einiger schrecksekunden (ich hab zweimal kupplung und bremse verwechselt, das auto war echt klein ;-) folge war ne unerwartete vollbremsung, zum glück bergauf...) waren wir dann auch recht froh endlich in marbella angekommen zu sein. nachdem wir bestimmt ne 3/4 h unsere pension gesucht haben und im altstadtgewirr auch unser auto geparkt haben, haben wir erstmal unser zimmer bezogen... zur pension lässt sich eigentlich nur sagen, dass das zimmer klein, kalt und feucht war (immerhin auch billig). flure und treppen waren im "verandastil" angelegt, dass heisst komplett offen, ausser einem winzigen dach...  
der regen wollte auf jeden fall nicht aufhören (für die nächsten 2 tage tat er es auch nicht). wir haben dann noch ein wenig die stadt erkundet. alles recht unspektakulär... immer wieder viel einem auf, dass marbella und auch allgemein die costa del sol zum reichenmekka verkommen ist. überall gabs designerboutiquen und überall plakate von "real estate"- und immobilienmaklern. doro gings dann auf einmal ziemlich schlecht, starke kopfschmerzen, usw. so dass, wir uns schnell noch was zu essen besorgt haben und uns dann unter jeweils 4-5 decken in unser bett eingemummelt haben. es gab keine heizung...


2.etappe marbella - ronda - marbella

 am 2. tag gings dann nach ronda. die recht alte stadt ist sowas wie ein touristenmagnet, was an ihrer spektakulären lage liegt. von der küste fährt man ca. 50 km ins landesinnere durch das küstengebirge über kurvige, spektakuläre straßen. normalerweise soll man auf dem weg tolle ausblicke genießen können - wir nicht, der regen wusste dies zu verhindern. die stadt war aber dann auf jeden fall ne reise wert. das wetter war auch recht gnädig mit uns, erst auf der rückfahrt hats richtig angefangen zu regnen. die stadt wird von einer eindrucksvollen, etwa 100 m tiefen schlucht in altstadt, noch mit maurischen einflüssen, und den neueren stadtteil "el mercadillo" getrennt. sie werden von mehreren brücken verbunden. die "puente nuevo" ist die spektakulärste brücke, wie man hoffentlich auf unseren bildern erkennen kann. wir haben uns dann in der stadt ein wenig umgesehen und sind auch in die schlucht hinabgestiefelt, um die bilder von der brücke zu schiessen.  neben der brücke und der altstadt, ist die hauptattraktion auch die stierkampfarena von ronda. der stierkampf wie er heute noch ausgeführt wird, wurde hier im 18. und 19. jahrhundert von den mitgliedern der familie romero geprägt. davor wurde teilweise noch zu pferd oder in anderen wilden spielarten gekämpft, durch die regeln der romeros sollte verhindert werden, dass der stier unnötig leiden muss und das ganze nach klaren regeln abläuft. wir haben dann auch die plaza de toros (stierkampfarena), die eine der ältesten spaniens ist und das dazugehörige stierkampfmuseum besucht... der rückweg war dann - wie gesagt - ziemlich verregnet. auf der abfahrt wären uns dann auch mehrfach fast ziegen oder vl. warens auch gemsen vors auto gelaufen, die lustigerweise ausgerechnet beim regen sich dazu entschlossen hatten auf oder neben der straße her zu laufen.
Bevor wir uns dann im hotel ausgeruht haben, haben wir erstmal noch "frankfurter würstchen" - in spanien heisst das ganze dann wieder ins deutsche übersetzt "würstchen frankfurt" - im lidl als abendbrot gekauft. auf grund des anhaltenden dauerregens haben wir uns dann nicht mehr aus unserer bettenburg rausbewegt und den abend im angenehm warmen bett verbracht...

die nächsten etappen gibts dann morgen oder so...

mfg julian

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Donnerstag, 27. Dezember 2007

Sandweihnachtsmann bzw. -baum

 
Hallo,
wir sind gestern gut wieder in GR angekommen. Natürlich gibts auch bald nen bericht über die reise. wir haben hier wahrscheinlich eh recht viel zeit zum faulenzen zwischen den jahren, dürfte also nich so lange dauern...
aber dafür gibts schon mal den versprochenen sandweihnachtsbaum, sogar einen weihnachtsmann aka schneemann aka "sandmann" haben wir produziert... seht selbst!

mfg julian
 
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 das hier ist der baum, leider etwas schlecht zu erkennen
 
 
 
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Sonntag, 23. Dezember 2007

mal so zwischendurch

hallo zusammen,

wir sind gerade in unserem hostal in tarifa, deswegen haben wir auch die moeglichkeit euch hier kurz zu berichten. das wetter war bis jetzt scheusslich (selten soviel regen gesehen), marbella ist mittlerweile wahrscheinlich untergegangen nachdem wir als quasi die letzten ratten das sinkende schiff verlassen haben... da gabs ja eh nur sodom und gomorrha, nur reiche leute und viele suenden, deswegen: zu recht.
wir waren auch heute mal kurz in england, da gabs natuerlich auch regen. war ja zu erwarten... desweiteren wird jetzt in den naechsten tagen die costa de la luz unsicher gemacht und das sherry-dreieck bereist.

so denn, hasta luego und danke fuer eure guten wuensche!

frohe weihnachten,
Doro und Julian

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Ready for kick-off und Frohe Weihnachten

hallo,

wir sind gerade dabei unsere Sachen zu packen, alles mögliche auszudrucken und allgemein die letzten vorbereitungen zu treffen für unsere andalusien-küsten-tour (definitive stops in marbella, ronda, gibraltar, costa de la luz, cadíz, jérez de la frontera, etc. übernachtungen in marbella (2), tarifa, conil d.l.f. und jérez d.l.f.). wer nicht mehr alles im kopf hat von unseren reiseplänen sei der beitrag "rückmeldung" von anfang des monats empfohlen.
Deswegen nochmal für alle, denen wir nicht noch persönlich von unterwegs aus frohe weihnachten wünschen können: Frohe Weihnachten! ;-) Wir kommen erst am 26./27. wieder, deswegen das schonmal im voraus.
leider sieht es bis jetzt so aus, als hätte ausnahmsweise mal der wettergott (den man hier eigentlich sonst immer nur zu dank verpflichtet sein muss) uns im stich gelassen. ich glaub schon seit knapp nem monat hats nicht mehr geregnet und ausgerechnet für freitag bis sonntag bzw. montag sind in all unseren orten niederschläge vorhergesagt... naja, vl. sollten wir unsere beziehungen zum wettergott doch besser pflegen. hoffen wir mal, dass es nicht so arg wird mit dem regen. aber die straßen werden wohl recht leer sein. die spanier mögen den regen nich so und da fahren sie auch nicht bei regen auto... viel zu gefährlich ;-) naja soviel dazu und allen nochmal ein schönes weihnachtsfest und bis bald

julian

Natürlich kann ich mich da nur anschließen: Ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest an alle, besonders natürlich meine Familie! Ich denke mal an euch, wenn ich am Strand liege :) Nein mal im Ernst: genießt alle die schöne Weihnachtszeit mit euren Liebsten! Ein ganz dicken BESO und !Feliz Navidad!

Doro

Samstag, 15. Dezember 2007

SALAMANCA

So, nachdem ich nun gebeutelt von dem leckeren Essen im Bett liege, während Julian Valenica - Barcelona anschaut, werde ich euch mal ein bißchen von unserer Salamanca erzählen...
Am Freitag um 7 Uhr frühs ging mit einem komfortablen Reisebus die 10stündige Reise ins 620 km entfernte Salamanca los. Durch zwei Filme, Musik und natürlich Schlaf verging die Fahrt nach Madrid recht schnell. Übrigens ist es hier sehr üblich mit dem Bus herumzureisen, was auch um einiges billiger normalerweise als der Zug ist - zumindest hier in Andalusien, wo die Bahnstrecken noch nicht so gut ausgebaut sind. Wir haben für unsere Fahrt nach Madrid nur 15 Euro zahlen müssen, für 5 Stunden Busfahrt ein wahres Schnäppchen!
In Madrid machten wir dann erstmal Bekanntschaft mit der Metro, die uns zum RENFE - Bahnhof (span. Pendant zur dt. Bahn) brachte. Von Madrid sind es nochmal 1-2 Stunden Zugfahrt, je nach "Bahnart". Die Fahrt läuft durchs unspektakuläre Nirgendwo, kaum Orte und so waren wir froh, endlich in Salamanca anzukommen. Dort holte uns Saskia am Bahngleis ab, meine Freundin und Mitbewohnerin aus Gießen, die dort ihr Auslandssemester macht.
Wir brachten unsere Sachen in ihre 5er-Mädels-WG und gingen dann erstmal bummeln...endlich mal wieder ein H&M und Julian schaute und probierte sogar länger als ich :)
Salamanca hat ca. 170000 Einwohner und wirkt auch wirklich kleiner als Granada. Der Mittelpunkt der Stadt ist der schöne Plaza Mayor, der weihnachtlich-schön (!) geschmückt war. Nachdem wir noch Saskias Sprachenfakultät - die in einem sehr schönen alten Gebäude mit typischen Patio (Innenhof) ist - besichtigt hatten, gingen wir mit Saskia, ihren Mitbewohnern und einer Schar Franzosen italienischen Essen.
Den Bildern könnt ihr entnehmen, wie riesig die typisch italienische Pizza war! Danach waren wir recht müde und gingen schlafen...Julian auf dem quitschigen Sofa im Wohnzimmer und ich auf den Steinboden bei Saskia, der sich dann leider doch als etwas hart herausstellte.
Am Samstag standne Julian und ich dann recht früh auf und machten uns auf den Weg, wir wollten schließlich das volle Touriprogramm durchziehen.
Wir liefen an dem Convento de las Ursulas vorbei, bei dem auch eine Statue von Miguel de Unamuno steht. Miguel de Unamuno war ein spanischer Schriftsteller/Philos und Rektor an der berühmten Uni in Salamanca.
Weiter auf unserer Laufroute standen das beeindruckend große und schöne Kloster San Esteban, eine Privatuni, die öffentliche Bibliothek mit schönem Innenhof und das Casa de las Conchas. Dieses ist mit vielen Steinen in Jakobsmuschel-Form verziert und beherbergt heute die Touristeninfo, die uns mit Stadtplänen versorgte.
Die Highlights schauten wir dann erst mit der Spätaufsteherin Saskia an, die nach einer kleinen Mittagspause in einem Café zu uns stieß.
Mit ihr schauten wir uns die zwei Kathedralen an - die alte und die neue. Die ältere (um 1100 gegründe) ist fest mit der neueren (ab 1513 gebaut) verbunden und von außen gar nicht als eigenstehendes Gebäude zu erkennen.
Während man die neue Kathedrale ohne Eintritt zu bezahlen besichtigen darf, muss man für die ältere Eintritt bezahlen und ein bißchen anstehen. So sehr lohnt es sich ehrlichgesagt nicht, der Altar ist mit seinen vergoldetenen Darstellungen aus dem Leben Jesu schon beeindruckend, aber sonst gibt es nur viele kleine unspektakuläre Räume zu besichtigen. Das Beste ist eigentlich der Zugang zu den Dächern der Kathedralen (der natürlich noch einmal extra kostet). Über viele hohe Stufen und mit Pause auf der Brüstung der neuen Kathedrale (von wo man die Tourimassen beobachten kann), gelangten wir aufs Dach der Kathedralen, wo man einen Rundumblick über Salamanca erhält. Beeindruckend hierbei ist vor allem, dass sehr viele Gebäude in Salamanca (v.a. fast alle Sehenswürdigkeiten) aus dem gleichen Stein gebaut sind. Julian meinte sehr treffend, dass es dort fast wie in Disneyland aussehen würde...und das stimmt...Die Kernstadt besteht aus dem gleichen Stein, alles ist sehr sauber und gepflegt........eben total anders als in Granada!
Nach der Dachbesteigung schauten wir uns noch die alte Universität von außen an...Auf der sehr aufwändig verzierten Front gibt es einen versteckten Frosch...Wenn man diesen selbst findest, soll das Glück bringen! Leider ist es uns nur mit Hilfe gelungen...gibt also nur die halbe Portion Glück für uns.
Dann sind wir erstmal durchgefroren zu Saskia in die geheizte Bude (obwohl es eine alte Wohnung ist, sehr gutes Heizsystem...ist im Norden wohl einfach anders...). Dort schlugen wir uns den Bauch voll und ruhten uns bei "Deutscher Welle" aus...Saskia war leider zu müde um noch mit uns rumzulaufen und so gingen wir noch zu 2t ein bißchen spazieren...Wir liefen am Fluß entlang, von dem man die schön beleuchteten Gebäude sehen kann und nach einem kurzen Barbesuch gingen wir auch schon wieder ins Bett.
Der nächste Tag stand im Zeichen der Universität (die mit dem Frosch). Wir besichtigen alte Hörsäle, die berühmte alte Bibliothek und die Unikapelle. Ein kleiner Patio führt dann zum "Cielo de Salamanca", also dem Himmel von Salamanca. Damit ist ein Deckenfresko von Fernando Gallego gemeint, der den Stand der Himmelskunde des 15. Jhd dazustellen versuchte.
Gegen Mittag war es auch schon wieder Zeit unser Gepäck und Saskia in der Wohnung abzuholen um an den Bahnhof zu gehen. Wir fuhren wieder erst mit dem Zug nach Madrid und dann gings mit dem Bus weiter...Wir mussten doch etwas komisch schauen, als wir in einem etwas abgeranzten Bus stiegen, ohne Klo (!), der zudem nur von 9 Menschen besetzt war.......Wir hatten nämlich Tickets für den 6. Bus, der zu dieser Zeit von Madrid nach Granada fuhr...Wegen der Puente (Feiertag plus Brückentag plus Wochenende) hat ein einziger Bus nicht ausgereicht. Leider wurde an der zweiten Haltestation der Bus doch noch voll, so dass wir zusammengequetscht 5 Stunden ausharren mussten...aber schließlich kamen wir doch gesund und einigermaßen munter abends in Granada an.
Der Salamanca-Ausflug hat sich für mich wirklich gelohnt, natürlich weil ich Saskia wieder sehen konnte und weil Salamanca eine wirklich schöne Stadt ist.
Irgendwie fehlte aber auch der Lärm und der Schmutz und die vielen Kneipen, deswegen bereuen wir es nicht, in Granada zu studieren und nicht in Salamanca, beides sind nämlich DIE Studentestädte überhaupt!

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Salamanca Fotos

Moin Moin,

also hier schonmal die Bilder. Ich hab die Doro verdonnert auch nochmal was längeres zu schreiben (in dem Fall über den Salamanca-Trip). Ich vermute mal, sie wirds bald machen... so lange könnt ihr euch schon mal an den FOTOS ergötzen.

MfG Julian

Dienstag, 11. Dezember 2007

salamanca folgt später......

Hallo ihr Lieben!!

Wie ihr ja schon wisst, waren wir über die "Puente", das lange Wochenende, in dem schönen Salamanca!
Auf den Bericht müsst ihr noch ein paar Tägchen warten, denn wir müssen für unsere Sprachkursklausur lernen, die wir Donnerstag haben (also Daumen drücken!!).
Übrigens haben wir nun unseren Winterurlaub zusammengestöpselt und sind nun ab 22. Dezember auf Achse..Also Weihnachtsgeschenke bitte davor oder danach schicken :)
Apropos: heute kamen zwei ganz prall gefüllte Pakete bei mir an, mit schönen deutschen Weihachtsprodukten......das wird uns den Advent definitiv versüßen! Danke an meine Eltern und an meine LieblingsPRG ;)

Das wars fürs erste und Bericht folgt am Wochenende, spätestens ;)

BESOS aus dem Süden,
Doro mit Grüßen von dem Meisterkoch Julian

Montag, 3. Dezember 2007

Rückmeldung

 
Hallo,

zugegeben wir waren ein bißchen faul, aber dafür gibts jetzt mal wieder neues von uns. wir ausnahmsweise mal keine großen ausflüge gemacht, sondern uns hauptsächlich in granada rumgetrieben. neben dem besuch der uni und den abendlichen tapas-rationen haben wir uns hauptsächlich mit ausruhen und dem planen von neuen reisen beschäftigt... wirklich unglaublich wie faul man sein kann... naja, also der aktuelle stand ist, dass wir über das lange wochenende (der 6. dezember ist hier ein feiertag, aber nicht wegen nikolaus, sondern dann wird hier die niederschrift der ersten verfassung der post-franco-ära gewürdigt) doros freundin saskia in salamanca besuchen. salamanca zählt neben granada und santiago de compostela zu den drei großen studentenstädten. neben zahlreichen historischen schätzchen (u.a. einer der ältesten oder sogar die älteste bibliothek spaniens; -> nich wahr, tante maria?;-) ) gibts also auch eine lebendige stadt mit studentenflair zu besichtigen. wir fahren donnerstag mit bus und bahn los und kehren sonntag abend wieder zurück. die fahrt ist recht lang. man muss erst nach madrid fahren - alle wege führen erstmal nach madrid in spanien - und dann gehts mit dem zug weiter nach salamanca. das ganz dauert schon bis nach madrid 4 bis 5 stunden und dann nochmal 1, 2 stündchen...
ansonsten hatten wir noch eine weitere reise so grob zwischen 20. dezember und silvester geplant. eigentlich wollten wir nach marokko, weil ein bekannter von doro in marrakesch ein haus besitzt und wir dort quasi kostenlos hätten übernachten können. leider hat das bei ihm bzw. seinem kumpel in marrakesch terminlich nicht hingehauen und wir haben das ganze erstmal auf märz verschoben...
naja, nach kurzem überlegen haben wir ersatz gefunden. wir planen gerade fleissig unsere andalusische küstentour. wir haben vor in 4, maximal 6 tagen mit nem geliehenen auto (ist ziemlich billig) von granada zur küste zu fahren und von motril über malaga, marbella, gibraltar, tarifa, cadiz, jerez de la fontera, sanlucar de barrameda, etc. die küste in östlicher richtung abzufahren. die rückfahrt geht dann wahrscheinlich durchs hinterland quer rüber (wer es nicht versteht, am besten einfach mal ne karte anschauen... recht schwierig zu erklären karte
aber wie gesagt, wir planen noch. ist alles etwas stressig das alles zu planen...
naja, die restlichen bilder sind bei nem sonntagsspaziergang in granada entstanden... das kommt dabei raus, wenn einem langweilig ist, hehe. wir haben unter anderem festgestellt, dass es recht lustig aussieht in der gegend rumzuhüpfen.

 
dieses herrliche gebäckstück hat sich langsam zu einem meiner lieblingsessen entwickelt. keine ahnung, ob man das so in deutschland kennt, aber es nennt sich pannetone und kommt eigentlich aus italien. die spanier haben das aber auch mitlerweile als weihnachtsessen entdeckt und momentan kann man es in jedem supermarkt kaufen. eigentlich ist es nur ein höhenmäßig überdimensioniertes rosinenbrot, allerdings verstecken sich im inneren noch einige andere dinge... am besten selber probieren, das zeug hat suchtpotential. also suchtanfällige menschen aus gesundheitsgründen lieber die finger von lassen...das ganze kommt auch in der regel noch in ner großen, bunt bedruckten blechschachtel (zieht frauen magisch an) daher...
 
Posted by Picasa

das wars erstmal, wir lassen aber die tage wieder von uns hören.

schöne grüße von doro und julian