Sonntag, 10. Juli 2011

Doro roehrt ohne Hosen?

Hellas zusammen,

wir sind seit heute Mittag in Machu Picchu Pueblo. So wird der Ort mittlerweile umgetauft, obwohl er eigentlich Aguas Calientes heisst. Dadurch weiss der Pauschaltourist sofort, dass er sich in dem Ort am Fusse besagter Sehenswuerdigkeit befindet. Der Ort ist grausam, ohne Machu Picchu gaebe es ihn wohl gar nicht. Dafuer war die Anfahrt im Zug sehr sehr schoen. Im Zug sind auch in der einfachsten Klasse Fenster in die Decke eingelassen, so dass jeder die Landschaft noch besser geniessen kann... Die Anfahrt fuehrt durch eine spektakulaere Schlucht samt einem reissenden Fluss. Zu beiden Seiten ragen steile Berge auf, die teilweise in Schnee- und Eisriesen von ueber 5000m gipfeln. Einige Zeit spaeter werden die Steilwaende immer gruener und irgendwann befindet sich undurchdringlicher Dschungel um einen herum. Ploetzlich spukt einen der Bus im Oertchen (s.o.) aus...

Vom Doerfchen fahrt man dann per Bus einige hundert Hoehenmeter ueber steile Serpentinen zu Machu Picchu selbst hoch. Ich hatte urspruenglich ueberlegt, einen Aussichtsberg ueber unzaehlige Treppen zu besteigen (Wayna Picchu) von dem die schoenen Fotos von Machu Picchu gemacht werden. Der Weg ist jedoch sehr beschwerlich und steil, deshalb wurde der Zugang beschraenkt. Jeden Tag werden nur noch 400 Personen auf diesen Weg gelassen. Das hat dazu gefuehrt, dass Leute ab 2 oder 3 Uhr nachts vor der Busstation anstehen, um ja den ersten Bus um 5.30 nach Machu Picchu zu bekommen (dort werden die Eintritte fuer den Aufstieg vergeben). Wenn man dann um 6 Uhr oben ist, muss man mindestens bis 8 Uhr warten, um aufsteigen zu koennen. Um 7.30 wird es erst hell, d.h. man ist schon 6 oder mehr Stunden auf den Beinen, bevor der anstrengende Aufstieg beginnt und lungert davor in Dunkelheit herum... Habe mich - wen wunderts - dagegen entschieden. Was eine Quaelerei? Ich glaube ich wuerde nach so wenig schlaf den aufstieg gar nicht mehr schaffen ;-) geschweige denn danach noch Machu selbst anschauen gehen...


Doro unten ohne?

Quellen haben mir zugetragen, dass einige ziemlich wenig mit dem Titel des Blogs anfangen konnten. Jemand soll wohl allen Ernstes gefragt haben, ob es denn wirklich "Doro roehrt ohne Hosen" heisst! Wir haben uns extrem kaputt gelacht...

Den Blog haben wir wegen des Auslandssemesters in Spanien angelegt... hab dann einfach mal rumgegoogelt, um irgendwas lustiges spanisches als titel zu bekommen. am ende kam "un hueso duro de roer" raus, "einen schweren Stein ins Rollen bringen". Wir haben das dann irgendwie nicht mehr geaendert... Wahrscheinlich stimmt es noch nicht mal wirklich, aber damals waren die Spanisch-Kenntnisse noch sehr schlecht. Auf jeden Fall hat Doro noch ihre Hosen an und roehren tut sie meistens auch nicht ;-)


Soo... wir schauen uns morgen Machu an, wuenscht uns wenig Touris und gutes Wetter!
Julian & Doro

Dienstag, 5. Juli 2011

La Paz / Salar de Uyuni

Halloechen,

wir sind mittlerweile ueber den titicaca-see wieder nach peru gelangt. aktuell sind wir in cusco. die letzten tage haben noch einiges an fotos gebracht, deshalb nochmal ein nachschlag aus unserer zeit in bolivien, besonders vom salar de uyuni und aus la paz. Viel Spass!


kuenstlerisch wertvolles nachtbild von la paz



valle de la luna in la paz, schaut schoen aus ;-)




im bus nach oruro... der bus war eigentlich schon voll. eigentlich. eine kraeftig beleibte muddi (in bolivien nennt man die cholitas) sprang dann noch auf. da kein platz mehr frei war, hat sie sich einfach doros armlehne samt arm geschnappt und sich dort niedergelassen... zum glueck hat sie sich dann noch auf den fussboden gesetzt;-)



in oruro sind wir dann in den zug direkt zum salar umgestiegen. die fahrt war sehr angenehm im vergleich zur busfahrt (haben wir am rueckweg schmerzlich erfahren).



aussicht aus dem zug. man ist durch einen see durchgefahren. wenns mal laenger regnet, ist die strecke wohl dicht...




der sand hat sich so langsam aber sicher ins innere gefressen, perfekt dicht waren die fenster nicht. aber draussen sah es auch ziemlich nach sandsturm aus...


ausflug zum salar de uyuni. in einem kleinen oertchen kurz vor dem salar haben wir was gegessen und uns dabei die salzproduktion angesehen. nachdem das salz zu kleinen tuermen aufgeschichtet und getrocknet wurde, wird es in handarbeit verpackt. der preis, den die bauern fuer das salz kassieren ist minimal. das liegt daran, dass neben diesem salzsee noch weitere in bolivien vorhanden sind und die bauern ihr salz nur an nationale aufkaeufer verkaufen...


auf dem salar kann man dann ziemlich lustige fotos machen... doro traegt mich auf haenden ;-)


dem kaktus ist ein licht aufgegangen... das ist auf einer der groessten inseln im salar, isla incahuasi. dort stehen extrem alte kakteen, die bis zu 1200 jahre alt sind. aufgrund der extremen witterung wachsen sie 1cm pro jahr!


auch auf der insel


doro ist auf fussbedienung umgestiegen... es sind einfach zu viele fotos zu schiessen




surfin' bolivia


in diesem jeep wurden wir den ganzen tag lang rumgefahren. davon vl. die haelfte auf salz bzw. dem salar. teilweise sind durch die vielen reisegruppen richtige strassen auf dem salzsee entstanden. der fahrer ist der 2. v.l. hinten.



bei regen steht das wasser auf der salzkruste, bis es verdunstet ist. im deutschen winter - der regenzeit - ist der salar daher so gut wie unpassierbar. am ufer muss man aber auch im juni/juli noch durch diese pfuetzen... die horrorstories von versunkenen jeeps, etc. haben sich zum glueck nicht erfuellt...



salzhotel am ufer... schicke figuerchen aus salz



der weihnachtsmann aus salz


doro hat sonnenbrand, haha! ;-) nein, das hat echt getauscht. sie sah zwar aus wie ne tomate (sonst hab ich immer diese rolle), aber im hotel sah man dann nix mehr davon... kurzfrist-salar-brand oder so



so, das wars von uns erstmal. wir melden uns dann bald wieder!

doro und julian

Freitag, 1. Juli 2011

Salzige Angelegenheiten und mehr...

Hallo ihr Lieben,
es ist fast Halbzeit auf unserer Reise durch Peru und Bolivien, daher mal wieder Zeit fuer ein Update. Wir sind immer noch in La Paz, oder schon wieder...Die letzten Tage haben wir einen Ausflug zum Salar Uyuni gemacht, einem riesigen Salzsee im Sueden Boliviens. Dort kann man mehrtaegige Ausfluege mit einem Jeep machen und so bis zum chilenischen San Pedro de Atacama runterfahren. Da die letzten Wochen einige Touren wegen schlechtem Wetter ausgefallen sind und die Touren zudem recht anstrengend sein sollen (mitten im nirgendwo, keine Heizung, Holperpiste, Hoehe...) haben wir uns dazu entschieden nur eine 1-Tages-Tour zu machen. Das wichtigste, den Salzsee bekamen wir so auch zu sehen. Wir sind mit einer Bus-Zug-Kombi nach Uyuni gefahren, da die Strasse sehr holprig sein soll (stimmt! Konnten wir auf der Heimfahrt mit dem Bus dann bestaetigen). Hier in Bolivien gibt es nur noch wenige Zugstrecken, die aktiv sind, und die Strecke Oruru-Uyuni zaehlt dazu. Da wir kein Ticket hatten, fuhren wir recht zeitig mit dem Bus nach Oruru (auf der angeblich besten Strasse Boliviens) und hetzten dann zum Bahnhof. Glueck gehabt! Es gab war keine super-bequemen Sitze mehr, aber egal. So ging es mittags los, durch den See Popoo (ja, wirklich DURCH den See!) und dann wurde es eher uninteressant. Sehr staubige Angelegenheit! Aber die 3 Filme liessen die Zugfahrt wie im Nu vorbeigehen. Angekommen in Uyuni checkten wir im naechstbesten Hostel ein - und hatten ueberraschenderweise sogar zum ersten Mal eine eingebaute Heizung! Nach einer angenehmen Nacht machten wir uns dann auf die Suche nach einem Anbieter fuer die Tour. Es gibt an die 80 Anbieter in Uyuni - und das bei nur 12.000 Einwohnern! Wir steuerten zunaechst die Empfehlung unseres Reisefuehrers an und handelten eine Tour fuer 150 Bolivianos (eta 15 Euro) aus. Leider war die Dame nach unserem Ausflug zum Bankautomaten nicht mehr da, das Buero geschlossen und wir etwas ratlos, sollte die Tour doch schon bald losgehen. Eine recht zahnlose, aber freundliche Frau hat uns dann angesprochen und uns ihre eigene Tour schmackhaft gemacht. Fuer 1 Euro weniger und dafuer einen Stopp an einem Vulkan mehr. Super! Normalerweise muss man wohl ziemlich aufpassen, ob man einen guten Fahrer mit guten Wagen hat, und vor allem einen Fahrer, der nicht dem Alkohol verfaellt. Da wir nur eine Tagestour machten, war dieses Risiko recht gering, daher nahmen wir eine kleiner Agentur in Kauf. Ok, genug geredet: Wir fuhren in einem Jeep zu 8 los (gaaaaaaaanz bloede Idee, hinten war viel zu wenig Platz) und kamen bald beim ersten Stopp, dem Eisenbahnfriedhof, an. Dort stehen viele ausrangierte Loks - fuer mich eher nicht so spektakulaer. Spannend wurde es im naechsten Dorf. Wir bekamen die oertliche Salzproduktion gezeigt - sehr spannend, was in so einem Hinterhof alles produziert werden kann. Und dann gings auf den Salzsee. Das Salz ist zwischen 2 und 7 Meter dick und schon sehr beeindruckend - soweit das Auge reicht, nur weiss - weiss - weiss. Sehr gut geeeignet fuer lustige Bilder! Ausserdem stoppten wir bei der Isla Inkahuasi, eine Insel mitten im Nirgendwo mit 1200 Jahre alten Kakteen und einem kleinen Wanderweg mit Wahnsinnsaussicht. Anschliessend fuhren wir zu einem Vulkan - wir haben die Tour ja eigentlich extra wg dem Vulkan gekauft, da dort auch eine Lagune mit Flamingos sein sollten. Kurz: Vulkan vorhanden, Rest nicht. Nun gut. Auf dem Heimweg fuhren wir an einem Salzhotel vorbei, wo 3 von unseren Mitstreitern uebernachten wollten. Alles aus Salz gemacht und eine tolle Aussicht - wir waren ein bisschen neidisch! Gegen 19 Uhr waren wir zurueck in Uyuni, entdeckten dann, dass "unsere" Agentur doch auch Saeufer beschaeftigt (gerade war eine Gruppe da zum Geld-zurueck-fordern) und waren daher froh, nur ein Tagestrip gemacht zu haben. Unsere Gruppe war sehr nett, 2 recht schweigsame Chilen, 1 Venezolaner und 2 Australier. Die Australier reisen schon seit November durch die Weltgeschichte, haben laengere Zeit im Dschungel gelebt und hatten daher viel zu erzaehlen. Dies machte die Fahrt recht kurzweilig! Der Fahrer hat nicht sehr viel zum Gelingen beigetragen und teilweise Falschinformationen rausgegeben. Aber gut. Alles in allem ein sehr gelungener Ausflug! In Erinnerung bleibt uns bestimmt auch die Heimfahrt auf der Rumpelpiste. Oh ja, die ist wirklich rumpelig! Wenn irgendjmd. mal zum Salar will: Zug fahren wird unbedingt angeraten! Heute morgen erreichten wir dann voellig muede La Paz und troedelten den Tag etwas rum. Morgen gehts dann nach Copacabana (jaja, das Orginal ist naemlich in Bolivien und nicht in Brasilien!) und somit an den Titicaca-See. Auf den Spuren von Pippi Langstrumpf sozusagen :)
So und jetzt versuche ich mal Bilder hochzuladen - mal gucken ob es diesmal besser klappt!
In diesem Sinne, viele Gruesse aus La Paz
von Doro und Julian

PS: Bolivien und schnelles Internet funktiniert wohl nicht. Auf die Bilder muesst ihr also noch ein bisschen warten. Wir arbeiten dran!