Freitag, 1. Juli 2011

Salzige Angelegenheiten und mehr...

Hallo ihr Lieben,
es ist fast Halbzeit auf unserer Reise durch Peru und Bolivien, daher mal wieder Zeit fuer ein Update. Wir sind immer noch in La Paz, oder schon wieder...Die letzten Tage haben wir einen Ausflug zum Salar Uyuni gemacht, einem riesigen Salzsee im Sueden Boliviens. Dort kann man mehrtaegige Ausfluege mit einem Jeep machen und so bis zum chilenischen San Pedro de Atacama runterfahren. Da die letzten Wochen einige Touren wegen schlechtem Wetter ausgefallen sind und die Touren zudem recht anstrengend sein sollen (mitten im nirgendwo, keine Heizung, Holperpiste, Hoehe...) haben wir uns dazu entschieden nur eine 1-Tages-Tour zu machen. Das wichtigste, den Salzsee bekamen wir so auch zu sehen. Wir sind mit einer Bus-Zug-Kombi nach Uyuni gefahren, da die Strasse sehr holprig sein soll (stimmt! Konnten wir auf der Heimfahrt mit dem Bus dann bestaetigen). Hier in Bolivien gibt es nur noch wenige Zugstrecken, die aktiv sind, und die Strecke Oruru-Uyuni zaehlt dazu. Da wir kein Ticket hatten, fuhren wir recht zeitig mit dem Bus nach Oruru (auf der angeblich besten Strasse Boliviens) und hetzten dann zum Bahnhof. Glueck gehabt! Es gab war keine super-bequemen Sitze mehr, aber egal. So ging es mittags los, durch den See Popoo (ja, wirklich DURCH den See!) und dann wurde es eher uninteressant. Sehr staubige Angelegenheit! Aber die 3 Filme liessen die Zugfahrt wie im Nu vorbeigehen. Angekommen in Uyuni checkten wir im naechstbesten Hostel ein - und hatten ueberraschenderweise sogar zum ersten Mal eine eingebaute Heizung! Nach einer angenehmen Nacht machten wir uns dann auf die Suche nach einem Anbieter fuer die Tour. Es gibt an die 80 Anbieter in Uyuni - und das bei nur 12.000 Einwohnern! Wir steuerten zunaechst die Empfehlung unseres Reisefuehrers an und handelten eine Tour fuer 150 Bolivianos (eta 15 Euro) aus. Leider war die Dame nach unserem Ausflug zum Bankautomaten nicht mehr da, das Buero geschlossen und wir etwas ratlos, sollte die Tour doch schon bald losgehen. Eine recht zahnlose, aber freundliche Frau hat uns dann angesprochen und uns ihre eigene Tour schmackhaft gemacht. Fuer 1 Euro weniger und dafuer einen Stopp an einem Vulkan mehr. Super! Normalerweise muss man wohl ziemlich aufpassen, ob man einen guten Fahrer mit guten Wagen hat, und vor allem einen Fahrer, der nicht dem Alkohol verfaellt. Da wir nur eine Tagestour machten, war dieses Risiko recht gering, daher nahmen wir eine kleiner Agentur in Kauf. Ok, genug geredet: Wir fuhren in einem Jeep zu 8 los (gaaaaaaaanz bloede Idee, hinten war viel zu wenig Platz) und kamen bald beim ersten Stopp, dem Eisenbahnfriedhof, an. Dort stehen viele ausrangierte Loks - fuer mich eher nicht so spektakulaer. Spannend wurde es im naechsten Dorf. Wir bekamen die oertliche Salzproduktion gezeigt - sehr spannend, was in so einem Hinterhof alles produziert werden kann. Und dann gings auf den Salzsee. Das Salz ist zwischen 2 und 7 Meter dick und schon sehr beeindruckend - soweit das Auge reicht, nur weiss - weiss - weiss. Sehr gut geeeignet fuer lustige Bilder! Ausserdem stoppten wir bei der Isla Inkahuasi, eine Insel mitten im Nirgendwo mit 1200 Jahre alten Kakteen und einem kleinen Wanderweg mit Wahnsinnsaussicht. Anschliessend fuhren wir zu einem Vulkan - wir haben die Tour ja eigentlich extra wg dem Vulkan gekauft, da dort auch eine Lagune mit Flamingos sein sollten. Kurz: Vulkan vorhanden, Rest nicht. Nun gut. Auf dem Heimweg fuhren wir an einem Salzhotel vorbei, wo 3 von unseren Mitstreitern uebernachten wollten. Alles aus Salz gemacht und eine tolle Aussicht - wir waren ein bisschen neidisch! Gegen 19 Uhr waren wir zurueck in Uyuni, entdeckten dann, dass "unsere" Agentur doch auch Saeufer beschaeftigt (gerade war eine Gruppe da zum Geld-zurueck-fordern) und waren daher froh, nur ein Tagestrip gemacht zu haben. Unsere Gruppe war sehr nett, 2 recht schweigsame Chilen, 1 Venezolaner und 2 Australier. Die Australier reisen schon seit November durch die Weltgeschichte, haben laengere Zeit im Dschungel gelebt und hatten daher viel zu erzaehlen. Dies machte die Fahrt recht kurzweilig! Der Fahrer hat nicht sehr viel zum Gelingen beigetragen und teilweise Falschinformationen rausgegeben. Aber gut. Alles in allem ein sehr gelungener Ausflug! In Erinnerung bleibt uns bestimmt auch die Heimfahrt auf der Rumpelpiste. Oh ja, die ist wirklich rumpelig! Wenn irgendjmd. mal zum Salar will: Zug fahren wird unbedingt angeraten! Heute morgen erreichten wir dann voellig muede La Paz und troedelten den Tag etwas rum. Morgen gehts dann nach Copacabana (jaja, das Orginal ist naemlich in Bolivien und nicht in Brasilien!) und somit an den Titicaca-See. Auf den Spuren von Pippi Langstrumpf sozusagen :)
So und jetzt versuche ich mal Bilder hochzuladen - mal gucken ob es diesmal besser klappt!
In diesem Sinne, viele Gruesse aus La Paz
von Doro und Julian

PS: Bolivien und schnelles Internet funktiniert wohl nicht. Auf die Bilder muesst ihr also noch ein bisschen warten. Wir arbeiten dran!

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